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Rund 700 Sänger und Zuhörer erlebten bei der Jubiläumsmatinee des Liederkranz Markelfingen in der Markolfhalle ein Wechselbad der Gefühle. Sieben Chöre – jeder mit eigenem Profil – und der Musikverein Markelfingen boten mit großer Leidenschaft zur Musik ihr Glückwunsch-Repertoire dar. Beim großen Finale aller Chöre, die unter Leitung von Darja Godec das berührende "Va pensiero" aus der Oper "Nabucco" von Verdi sangen und ein prächtiges Bild auf der Bühne abgaben, kam Gänsehaut-Stimmung im Saal auf.

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Nicht nur dem Liederkranz, der seinen 150. Geburtstag feierte, sondern der ganzen Chorlandschaft am See lachte an diesem herrlichen Frühlingsmorgen die Sonne. Geballt konnte hier das Publikum erleben, dass sich viele Chöre in der Region längst frei gemacht haben vom verstaubten Image, das dem Chorgesang anhaftet. So war ein vorwiegend modernes Repertoire zu hören und es zeigte sich auch, dass jene Vereine, die einen generationsübergreifenden Mittelweg bei der Auswahl des Liedgutes gehen, weniger Nachwuchsprobleme haben.

Kein Jubiläum ohne Reden: Sonja Wick, Vorsitzende des Liederkranz Markelfingen, begrüßte in gereimter Form die zahlreich erschienenen Ehrengäste, darunter die 19 Ehrensänger und 18 Ehrenmitglieder des Vereins sowie Monika Oehlen, die die Markelfinger Chöre als Vorgängerin von Darja Godec fast 15 Jahre lang prägte. Oberbürgermeister Martin Staab lobte die "exzellente Jugendarbeit" des Liederkranz und das "schöne Miteinander der Generationen" in diesem Verein, der sich immer wieder neu erfinden musste und heute aus Radolfzell nicht mehr wegzudenken sei.

Nachdem der städtische Jubiläumszuschuss schon geflossen ist, überreichte er dem Verein gemeinsam mit Ortsvorsteher Lorenz Thum einige Flaschen des städtischen Jubiläumsbrands als "Stimmöl" – zumindest für die erwachsenen Sängerinnen und Sänger.

Für Manfred Wiebach, Ehrungssachbearbeiter des Badischen Chorverbands, sind 150 Jahre Liederkranz nicht "Angelegenheit einer nachrechenbaren Zeit", sondern ein "Fest der Treue zum Chorgesang". Er überreichte Urkunde und Geldgeschenk des Deutschen Chorverbandes und gratulierte vorab zur seltenen Verleihung der Conradin-Kreutzer-Tafel, die dem Verein am 2. Juni in Horb überreicht wird.

Mit einem kraftvollen "Halleluja" eröffnete der Markelfingen unter Leitung von Darja Godec – auch eine erfrischende Moderatorin – den musikalischen Reigen. Als jüngste Gratulanten, rhythmisch unterstützt vom Publikum, sangen die Markelfinger Goldkehlchen unter Leitung von Kuno Rauch "Life is Life". Anschließend begeisterte der Musikverein Markelfingen, ebenfalls unter Leitung von Kuno Rauch, mit "Bohemian Rahpsody" von Queen, beim zweiten Autritt dann nochmals besonders treffend zum Anlass mit "Auf uns" von Andreas Bourani.

Der Iznanger Chor am See unter Leitung von Klaus Paul spielte mit "Black Orpheus" von Luiz Bonfa begeistert seine Stärken aus, bevor sich der Chor-Aktiv Fürstenberg 1960 unter Leitung von Darja Godec mit "Ich wollt ich wär ein Huhn" auf die Spuren der Comedian Hamonists begab und für ausgelassene Fröhlichkeit im Saal sorgte. Der Gemischte Chor Eintracht Böhringen unter Leitung von Josef Weimert steuerte Schlager bei.

Gesanglicher Höhepunkt war der Auftritt des Gemischten Chors Radolfzell Harmonie-Frohsinn unter Leitung von Jochen Stuppi, der sich mit "The Middle" von Jimmy Eat World in sich sehr authentisch zeigte und mit dem afrikanischen Song "Kusimama" sein Temperament ausleben konnte. Auch die Joy Voices aus Markelfingen sangen sich mit viel Bewegung, unter anderem mit den Solistinnen Cindy Bärwind und Cilly Rauch, in die Herzen der Zuschauer. Alles in allem eine Matinee, die Lust auf Singen im Chor machte.

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